Über Mich
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s gibt Theatermenschen, die auf der Bühne stehen. Es gibt solche, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Und es gibt diejenigen, die beide Welten verstehen. Zu ihnen zähle ich mich.
Meine Geschichte mit dem Theater beginnt nicht auf einer Bühne, sondern hinter ihr – im Halbdunkel der Technik. Geboren 1971 in Wuppertal, stand ich schon während meiner Schulzeit an Lichtpulten und Mischpulten im Kommunikationszentrum „Die Börse e.V.“ Was als Aushilfsjob begann, wurde nach dem Abitur und meinem Zivildienst zu echter Verantwortung: Zwei Jahre lang leitete ich dort die Technik, war Teil des hauptamtlichen Leitungsteams und knüpfte Kontakte in die freie Kulturszene Wuppertals, die mich bis heute begleiten.
Doch wer einmal Licht auf eine Bühne geworfen hat, will irgendwann selbst darin stehen. Neben einer privaten Schauspielausbildung entschied ich mich für ein Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Kombination mit Betriebswirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum – aus der festen Überzeugung, dass Kunst und Kaufmannschaft sich nicht ausschließen, sondern einander brauchen. Finanziert habe ich diese Jahre als Technischer Leiter und Produzent bei der Wuppertaler Agentur G&D event partner, wo ich große Namen wie Audi, Volkswagen und Toyota betreute und lernte, was es heißt, ein Team zu führen und ein Budget zu halten.
1997 kam der Ruf auf die Bühne, den ich mir erhofft hatte: Generalintendant Jens Pesel engagierte mich an die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach. Aus dem Elevenvertrag wurde ein Ensemblevertrag, aus dem Schauspieler ein Sänger, der bald spartenübergreifend in Schauspiel und Oper zu Hause war.
Und doch ließ mich die andere Seite des Theaters nie ganz los. Im Jahr 2000 verließ ich die feste Bühne noch einmal, um als Creative Director große Inszenierungen jenseits des klassischen Repertoires zu schaffen – die Eröffnungsfeier der Volkswagenarena in Wolfsburg, die 175-Jahr-Feier von Erfurt & Sohn. Es war der Beginn einer zweiten Karriere, die bis heute parallel zu meiner Bühnenarbeit läuft: als Produzent und kreativer Kopf für Agenturen wie G&D event partner, VOK DAMS und Bureau Doll, für Konzerne wie Vorwerk und Bayer.
Ab 2002 kehrte ich als freier Schauspieler und Sänger zurück – nach Krefeld/Mönchengladbach, an die Landesbühne Niedersachsen Nord, an das Grillo Theater Essen. Fast dreissig Jahre öffentlich geförderten Theaters liegen inzwischen hinter mir – Jahre, die mich gelehrt haben, wie viel Leidenschaft und wie viel Handwerk in jedem einzelnen Abend stecken.
Ab 2006 fand ich schließlich zu einer dritten Rolle: der des Regisseurs. Am Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater brachte ich „Pippi Langstrumpf“ vor 13.545 und „Das Dschungelbuch“ vor 11.457 Zuschauern auf die Bühne – und lernte dabei, wie freie Theater mit kleinsten Budgets große Wirkung erzielen können.
2016 schließlich verschmolzen alle diese Erfahrungen in einem einzigartigen Projekt: Gemeinsam mit Martin Maier-Bode erfand, schrieb und produzierte ich für das Theater Krefeld/Mönchengladbach die Revue „Wir sind Borussia“ – in enger Zusammenarbeit mit Borussia Mönchengladbach. Schon in der ersten Spielzeit füllte das Stück mit 25 Vorstellungen 18.000 Plätze allein in Mönchengladbach. Im selben Jahr produzierte ich mit Fireworks Entertainment und Pantaleon den SAT.1-Event-Film „Jack the Ripper“, der 3,24 Millionen Menschen vor die Bildschirme holte und zum Jahresbestwert des Senders wurde.
Aus all diesen Erfahrungen ist mit den Jahren mehr geworden als eine Ansammlung einzelner Engagements. Unter dem Namen Tobias Wessler Arts & Entertainment habe ich mir ein Kreativunternehmen aufgebaut, das auf drei Säulen ruht: dem klassischen Theater, dem Live Entertainment mit eigenen Bühnenprogrammen und der Creative Direction für Unternehmen und Veranstalter. Diese drei Bereiche stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern befruchten sich gegenseitig – ein Theaterengagement schafft Bekanntheit, die Bekanntheit trägt meine eigenen Programme, die eigenen Programme öffnen Türen zu neuen Veranstaltern, und aus diesen Kontakten entstehen wieder neue Projekte als Creative Director. So schließt sich ein Kreis, der mein Unternehmen Jahr für Jahr ein Stück breiter und stabiler macht.
Zu den eigenen Bühnenprogrammen, die aus dieser Arbeit entstanden sind, zählen „Fifty Years and Grey“ und „Der Freak in mir muss Heimat finden“  – Programme, die ich zusammen mit Martin Maier-Bode von der ersten Idee über Text und Musik bis zur fertigen Inszenierung entwickelt habe. Abende, wo persönliche Handschrift und professionelles Handwerk zusammentreffen.
Fünf Werte tragen dabei jede meiner Entscheidungen: Qualität, weil jede Produktion den höchsten Anspruch verdient. Kreativität, weil neue Ideen die Grundlage jedes Erfolgs sind. Verlässlichkeit, weil Termintreue Vertrauen schafft. Innovation, weil neue Formate den Erfolg langfristig sichern. Und Wirtschaftlichkeit, weil ich fest davon überzeugt bin, dass sich künstlerischer und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließen, sondern ergänzen.
Heute vereine ich all diese Erfahrungen in meiner Arbeit: den Blick des Technikers, das Gespür des Schauspielers, die Handschrift des Regisseurs, den Kopf des Produzenten und den unternehmerischen Willen, all das dauerhaft weiterzuentwickeln.
Tobias Wessler

Founder